Oktoberliebe

Wer heiratet hier zu Lande im Oktober? Wer riskiert es seine Hochzeitsfeier in einen der wetterunbeständigsten Monate zu legen? Viel zu kalt, regnerisch, usselig. Viel zu hohes Risiko, dass alles ins Wasser fällt.
Diese Aussagen hörte ich, als ich erzählte, dass ich J & M begleiten dürfe.

Und dann, ja dann war er da, dieser eine Samstag im letzten Oktober: Strahlend blauer Himmel über der wunderschönen Eifel. Goldbuntes Herbstlaub so weit das Auge sehen konnte.
Wärme. Wer hätte das gedacht? Ich habe Paare im Hochsommer begleitet, die wirklich Pech mit dem Wetter hatten.

J & M wurden tatsächlich für ihren Mut „ja“ zum Oktober und „ja“ zu sich zu sagen belohnt. Von der ersten Minute an stimmte alles. Es lag so eine Stille in der Luft, so eine glückserfüllte Leichtigkeit kombiniert mit kribbeliger werdender Aufregung.

Julia schlüpfte zuhause in ihr wunderbar zartes Kleid und hätte nicht schöner sein können in ihrer Natürlichkeit.

Die kleinen Details wie eine zierliche Kette oder der Armreif mit frischen Herbstblüten.
Soviel liebe Vorbereitung fügte sich zu einem wahnsinnig tollen Gesamtbild.

 

Und dann ging es los. Die Straße entlang um eine Ecke, hinter der Marc mit seinem besten Freund auf „seine Frau“ wartete. Ein kleiner Schluck Wegbier für die Nerven, und da kam sie. Und beide waren
hin und weg vom Andren.

Als absolutes kleines Topping landeten im Nu zig kleine Marienkäfer auf J. Kleid. Wenn das kein gutes Omen war.

Dann ging es los in die winzig kleine Kapelle wo die beiden im kleinen, großen Kreis ihrer Liebsten getraut wurden.

So herrlich herzlich, so tiefenentspannt und
soooo glücklich.

Eine riesen Gesellschaft bejubelte und beglückwünschte die beiden im Anschluss bei immer noch strahlend blauem Himmel.

Ein weiteres Highlight war die zuckersüss dekorierte Fahrradrikscha, extra für M., der leidenschaftlich Rad fährt (auch an den süßen Manschettenknöpfen zu erkennen.). Als Chauffeur stand M.s Vater grinsend bereit um das Brautpaar zum Festsaal zu bringen. Der letzte Einsatz für das alte Kniegelenk :).

An der Location angekommen, setzten wir 3 uns für einen kleinen Spaziergang von der Festgesellschaft ab und drückten für eine Stunde die Pausetaste. J & M spazierten mit endlosem Blick über Wiesen und Wege und genossen einfach ihren Moment bevor es wieder zurückging.

 

 

 

Der Festsaal war bis ins kleinste Detail ebenso liebevoll dekoriert. So viel Einsatz, wie J. und Ihre Lieben bei den Vorbereitungen gezeigt haben. Einfach wunderschön. So ist es kein Wunder, dass die weitere Feier absolut phantastisch wurde. Von den wahnsinnigen Torten der lieben Schwägerin über die grandiose Showtanzeinlage aller Freunde (hier noch mal ein großer Applaus! So etwas habe ich selten gesehen :)) bis hin zu den emotionalen Ansprachen. Es war mir ein Fest und ich glaube, J & M hätten es sich nicht schöner erträumen können.

Da gingen am Ende zwei Herzen im Feuerwerk auf.

Danke, dass ich dabei sein durfte. Es war der perfekte Saisonabschluss.